Boden des Jahres 2016:

Der Grundwasserboden

Anlässlich des Weltbodentags vom 5. Dezember 2015 ernennt die Bodenkundliche Gesellschaft der Schweiz (BGS) den Grundwasserboden zum Boden des Jahres 2016. Grundwasserböden haben ein farblich auffälliges Erscheinungsbild von Rostflecken und grauen Zonen, hervorgerufen vom Wechselspiel von wassergesättigten und normal durchlüfteten Zeitperioden. Grundwasserböden übernehmen eine wichtige Filterfunktion, da sie Schadstoffe aus dem Grundwasser filtern. Grundwasser­böden sind ausserdem ein attraktiver Standort für nässeliebende Pflanzen. Die ackerbauliche Nutzung setzt in der Regel eine Drainage voraus. Die Bewirtschaftung muss schonend erfolgen, da diese Böden sehr verdichtungsempfindlich sind.

    

                                 

Braunerde-Gley, Ermattingen-Tobel, TG       

Foto: © WSL Birmensdorf (S. Zimmermann, J. Luster, P. Blaser, L. Walthert, P. Lüscher)

Braunerde-Gley, Knuttwil, LU

Foto: © Bodenkartierung Luzern (M. Wernli)

 

Weltbodentag

Der Weltbodentag (World Soil Day) ist ein internationaler Aktionstag jeweils am 5. Dezember, dem Geburtstag seiner Majestät des Königs von Thailand. Deklariert wurde der Weltbodentag von der Internationalen Bodenkundlichen Union (IUSS) im Rahmen ihres 17. Weltkongresses im August 2002 in Bangkok. Sie tat dies zu Ehren seiner Majestät des Königs von Thailand, der sich der Förderung der Bodenwissenschaften und des Schutzes der Böden verdient gemacht hat.
Im deutschsprachigen Raum wurde am Weltbodentag 2004 erstmals die Aktion „Boden des Jahres“ für 2005 initiiert durch die Deutsche Bodenkundliche Gesellschaft (DBG) und den Bundesverband Boden (BVB). 2007 schloss sich die Österreichische Bodenkundliche Gesellschaft (ÖBG) dieser Trägerschaft an.